M5S Alto Adige-Südtirol

Den Wählern die Augen öffnen, aber wie?

Ich frage mich oft, heute ganz besonders, ob die Südtiroler so eine große Angst vor Veränderung haben, ob sie zu gleichgültig sind, um sich besser zu informieren oder ob sie einfach nur ein sehr kurzes Gedächtnis haben. Haben die Menschen den Sel – Skandal, die Sonderfonds, die beschämenden Gehälter und Pensionen der Günstlinge, während sonst für wichtige Dinge kein Geld da ist, den defizitären Bozner Flughafen, der mit Steuergeldern am Leben gehalten wird, die versprochenen Kürzungen der Politikkosten, die fragwürdigen Beraterhonorare, das Gesetz, das die Möglichkeit der Mitsprache der Bevölkerung stark eingeschränkt hat und vieles mehr, wirklich schon vergessen. Wenn ich dann Argumente höre, wie: „jo, ober eigentlich geaz ins jo net so schlecht“, dann sollte ich eigentlich darüber lachen können, aber dazu ist das Thema leider zu ernst. Genügt es nicht vor dem Abgrund zu stehen, um eine Veränderung ins Positive zu suchen? Muss man erst abstürzen, um aufzuwachen? Genügt es nicht zu wissen, dass die meisten Arbeiter mit knapp mehr als 1000,00 € monatlich auskommen müssen, während andere 20 bis 30 mal soviel bekommen und dann noch von sich behaupten, dass sie damit eigentlich unterbezahlt sind.

Und noch schlimmer bei den Pensionen, wo die Unterschiede noch viel eklatanter sind. Spiegelt sich da irgendwo das wider, was man uns in der ganzen Wahlwerbung verspricht, von der wir geradezu überschüttet werden, und die wir noch dazu mit unseren Steuergeldern selbst zahlen müssen? Schönen Gruß von der Abschaffung der Parteienfinanzierung, die das Volk durch Referendum längst beschlossen hatte! Hat man uns nicht bei den letzten Wahlen das gleiche versprochen wie diesmal, ohne dass sich dabei etwas geändert hat? Oder doch, nur leider zum Schlechteren! Wir leben in einem System, wo Obmänner von Vereinen, aus den Ausschüssen austreten müssen, wenn sie für eine andere Partei als die SVP kandidieren, Obmänner von Genossenschaften zurücktreten müssen, damit man nicht weniger Beiträge kassiert als andere. Präsidenten- und Direktorenposten nicht nach Kompetenzen vergeben werden, sondern nach Treue zum System. Verbände, die ihren Mitgliedern eine politische Richtung aufzwingen, um angeblich im Vergleich zu anderen Kategorien nicht benachteiligt zu werden . Auch neue Gesichter werden daran leider nichts ändern, mögen ihre Vorsätze auch noch so gut sein, sie bleiben nur Stimmenfänger für ein Machtsystem, das den Bezug zur Demokratie und zum Volk längst verloren hat.

Rieder Rudi

Hier das Programm der 5 Sterne Bewegung in Stichworten

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Joe

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