5SB Südtirol

M5S, einheitliche Vormerkstelle und Rückerstattung der Kosten für Privatvisiten

Zwei Medikamente für das Südtiroler Gesundheitswesen: der vom Landtag angenommene Beschlussantrag der 5SB bringt eine bedeutende Neuerung für den Sanitätsbetrieb und die Südtiroler Patienten. Nach Jahren des Zauderns und halbherzigen Versuchen, ist es nun beschlossene Sache dass eine einheitliche Vormerkzentrale für die Leistungen des Gesundheitswesens geben wird.

Die Bürger sind mittlerweile die langen Wartezeiten für zahlreiche fachärztliche Visiten gewohnt. Eine effiziente Vormerkzentrale, die die Einweisungen präzise vornehmen kann und die Wartezeiten über das ganze Netzwerk der sanitären Einrichtungen hinweg optimiert, ist ein erster wichtiger Schritt um hier Abhilfe zu schaffen.

Es ist ein Grundrecht der Bürger, die Gesundheitsleistungen innerhalb eines angemessenen Zeitraums in Anspruch nehmen zu können. Zu lange Wartezeiten sind der Hauptgrund für das Entstehen einer 2 Klassen – Medizin:  wer es sich leisten kann geht privat zur Visite, alle anderen warten eben – oder versuchen die Abkürzung über die Erste Hilfe, mit den bekannten Problemen. Hier setzt der zweite Punkt des Antrages an: Wenn die vorgeschriebenen Wartezeiten von 60 Tagen überschritten werden, hat der Patient das Recht, die Visite privat vornehmen zu lassen und vom Sanitätsbetrieb eine Rückvergütung zu erhalten. Dieses Anrecht – leider zu wenig bekannt – gibt es in Südtirol bereits, aber bis zu maximal 50 Euro. Die vom M5s geforderte völlige Rückerstattung wurde nicht angenommen, aber der Sanitätsbetrieb wurde verpflichtet, diese bestehende Möglichkeit nun angemessen kundzutun und den Patienten die Modalitäten der Rückerstattung der 50 Euro mitzuteilen. Mehr Infos dazu unter http://www.sabes.it/de/indirekte-betreuung.asp

Paul Köllensperger

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