5SB Südtirol

Francesca Morrone: M5S begrüßt Videokampagne „Mut zur Mehrsprachigkeit“

Die Landtagskandidatin der Fünf-Sterne unterstützt die Aktion der neuen Allianz und greift gleichzeitig die deutschen Rechtsparteien und Landesrat Achammer scharf an. 

„Die Mehrsprachigkeitskampagne vom Wirtschaftsring, der Provinz und Handelskammer ziele in die richtige Richtung“, so Morrone. „Sie unterstreicht unseren Appell nach einer Förderung der Mehrsprachigkeit in Kindergärten und in den Schulen, so wie dies auch der Landesbeirat der Eltern verlangt.“

Mehrsprachigkeit muss bereits im Kindergarten beginnen, um dann später in der Schule intensiviert zu werden, weshalb es besonders wichtig sei, zunächst die Lehrer und Erzieher hierfür auszubilden und sich hierbei wissenschaftlicher Methoden zu bedienen. Schulen und Kindergärten können hierbei aber nur einen kleinen Teil dieser Aufgabe bewältigen, denn die größten Chancen für den Erwerb der Zweitsprache liege in gemeinsamen Freizeitaktivitäten, wie zum Beispiel beim Sport.

Es ist deshalb für uns völlig unverständlich, weshalb Landesrat Achammer Italienischstunden streicht, um den Sportunterricht zu intensivieren, anstatt einfach gemeinsame Sportstunden mit einer benachbarten italienischen Schule zu organisieren und somit einen einfachen Austausch der beiden Landessprachen zu ermöglichen.

Es wäre oft so einfach, den großen Schatz der Mehrsprachigkeit zu heben, der seit Jahrzehnten leider noch viel zu tief vergraben im Erdreich darauf wartet gehoben zu werden. Offensichtlich lässt sich Achammer von den patriotischen Rechtsparteien einbremsen, die -wie erwartet- grundsätzlich gegen mehrsprachige Kindergärten und Schulen und nun auch gegen die Videokampagne wettern.

Süd-Tiroler Freiheit und Freiheitliche begehen einen großen Fehler, wenn sie gegen CLIL und das mehrsprachige Schulmodell aufwiegeln, denn sie schaden damit dem Südtiroler Nachwuchs!

Wenn die patriotischen Kreise es als ausreichend empfinden, sich auf den Dialekt zu beschränken und sogar Schriftdeutsch als Fremdsprache klassifizieren, so bedauern wir das sehr und sind überzeugt, dass in der Mehrsprachigkeit die Zukunft unserer Kinder liegt, gerade im Hinblick auf die europäische Realität.

Europäische Jugendliche sind oftmals schon in der Lage vier oder fünf Sprachen zu beherrschen und deshalb empfinden wir es als äußerst rückständig, wenn man seitens Kollmann, Mahlknecht und Co. versucht, alles, was nach Mehrsprachigkeit klingelt, zu verteufeln.

Jedoch ist genau das Gegenteil der Fall: Mehrsprachigkeit bedeutet viele gesellschaftliche Vorteile und ist Grundlage für enorme berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und private Chancen.

Francesca Morrone
Landtagswahlkandidatin

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